Weiterbildung als universitäres Paradigma in Europa
Seit vielen Jahren wird in der Bildungspolitik der Europäischen Union das Thema Weiterbildung ganz groß geschrieben; es werden viele entsprechende Initiativen und Projekte gefördert.
Wie das Institut für Musikpädagogik sich in diesem Kontext engagiert, kann exemplarisch an einigen Aktivitäten veranschaulicht werden:
1. EU-Projekt COMENIUS 2: „accompagnato: Brücken zwischen Studium und Beruf des Musiklehrers“
Seit Mitte der neunziger Jahre wird das Weiterbildungkonzept mit dem Namen „accompagnato“ entwickelt. In den Jahren 2001 bis 2004 wurde im Rahmen eines EU-Projekts (COMENIUS 2) daran gearbeitet, wie diese Weiterbildungsidee und -methode in anderen Ländern Europas adaptiert werden kann. Mittlerweile laufen accompagnato-Kurse an Universitäten und Musikhochschulen in Schweden (Umeå), Deutschland (Hannover und Köln), Slowenien (Ljubljana) und der Schweiz (Basel).
… mehr Infos unter www.accompagnato.at
2. Internationaler Kongress 2003 in Wien: „Weiterbildung – Lifelong Development“
Nach langer Vorbereitung im Institut für Musikpädagogik fand im Mai 2003 ein großer Kongress der Europäischen Arbeitsgemeinschaft Schulmusik (EAS) an der Musikuniversität Wien statt. 120 Referentinnen und Referenten und ca. 400 KongressteilnehmerInnen setzten sich auf verschiedensten theoretischen und praktischen Ebenen mit dem Thema der Weiterbildung und des Lebenslangen Lernens auseinander.
In der Folge dieses Weiterbildungs-Kongresses wurde ein umfassendes Buch zu diesem Themenkomplex erarbeitet:
Franz Niermann / Constanze Wimmer: Musiklernen – ein Leben lang. Materialien zu Weiterbildung – Lifelong Development, Wien 2004
3. Kooperation zum Weiterbildungsthema in EU-Projekten
MitarbeiterInnen des IMP haben seit Langem in verschiedenen, von der EU geförderten Projekten zum Thema Weiterbildung mitgearbeitet.
Zu nennen sind hier aktuelle Initiativen
- der AEC (Association Européenne des Conservatoires, Académies des Musique et Musikhochschulen), z.B. die „Promuse“-Studie zum Weiterbildungsbedarf bei Absolventen von Musikhochschulen und -universitäten.
- des Europäischen Musikrats (European Music Council, EMC) zur Durchführung des von der Europäischen Kommission geförderten Projekts „European Forum for Music Education and Training (EFMET)“, in dessen Kontext das IMP im Wissenschaftsrat („Scientific Committee“) vertreten ist.
- der Europäischen Arbeitsgemeinschaft Schulmusik (EAS) zur Durchführung eines groß angelegten EU-Projekts (COMENIUS 3) mit dem Namen „meNet – music education Network“, in dem die Weiterbildung und das Lebenslange Lernen eine große Rolle spielt (genauere Informationen auf der meNet-Website).


