Diplomarbeiten
Pia Grassl
Musik als Spiel – Spiele mit Musik
Theoretische Hintergründe, praktische Beispiele und die Bedeutung für die musikpädagogische Arbeit
Der Spielbegriff ist für die Musikpädagogik von ganz eminenter Bedeutung. Aber er ist so groß, umfassend und vielschichtig, dass es gar nicht leicht ist, seriös mit ihm zu operieren. In dieser Diplomarbeit geht es vor allem um die gründliche Auseinandersetzung mit der Frage, was „Spiel“ bedeutet und für die Musikpädagogik bedeuten kann. Mit Hilfe einschlägiger Fachliteratur mit etymologischen und spieltheoretischen Untersuchungen setzt sich die Autorin gezielt mit den Beschreibungen des Spielphänomens bei Huizinga, Scheuerl und Heidemann auseinander. Hierbei kommt sie zu griffigen und praxisrelevanten Klärungen und Systematisierungen, die sich als sehr hilfreich für den musikpädagogischen Diskurs erweisen. Eine entscheidende weitere theoretische Qualität in der Untersuchung des Topos Spiel ergibt sich durch die systematische Gegenüberstellung von Spiel und Musik: Was verbindet diese beiden Phänomene miteinander? Was bedeuten die gemeinsamen Elemente für den musikpädagogischen Prozess.
„Musik als Material, Regel und Raum für das Spielen in Gruppen“ ist das Zentrum der Arbeit. Die Unterkapitel – Musikspiele, Musik und Bewegung, Ausdrucksmedien, Kunstwerk, darstellendes Spiel – breiten das große Spektrum aus, in dem die Gedanken ans Spiel im Kontext der Musik die Praxis bereichern. Hierzu wird eine große Sammlung von Spielen vorgelegt, die von Musiklehrerinnen und Musiklehrern im Musikunterricht einbezogen werden können. (2003)
Franz Niermann


