Diplomarbeiten
Paul Manuel Müller
Lernzeiträume
Die Gestaltung von Zeiträumen in pädagogischen Prozessen
Diese Arbeit ist eine Auseinandersetzung mit verschiedenen Ebenen des Denkens und der Argumentation bezüglich der Gestaltungsmöglichkeiten von Lehr-/Lern-Prozessen. Dabei wird ein eigenes grafisches Modell, das „Nockerl“, entwickelt, das sich dazu eignet, Zeiträume sowohl besser darzustellen und zu durchschauen als auch, sie effektiver steuern zu können. Im Wesentlichen sind es vier Denk- und Argumentationsebenen: 1. die philosophische Auseinandersetzung mit „Tätigkeit“ und den Voraussetzungen bzw. Bedingungen ihrer praktischen Realisierung, 2. die Untersuchung der Korrespondenz zwischen den eigenen Denkfiguren und – exemplarisch – denen bei Klaus Holzkamp („Expansives Lernen“) und Karlheinz Geißler („Lehr-/Lernprozesse steuern“), 3. die Entwicklung und Erläuterung des „Nockerl-Modells“ und 4. der Versuch des Hineinholens des Modell in einen praktischen Kontext, dem des Übens am Instrument. Bei der Anwendung der dargelegten gedanklichen Figuren auf das Üben am Beispiel eines Klavierstücks von Brahms wird wiederum eine hilfreiche Struktur von Geißler hinzugenommen, und zwar die Differenzierung des komplexen Übe-Geschehens als eines Lernvorgangs in den Ebenen von Sachlogik, Psychologik und Soziologik. Hier wird untersucht, wie man mit Hilfe des „Nockels-Modells“ konstruktiv weiter denken kann. (2008)
Franz Niermann


