Diplomarbeiten
Harald Huber
Stilanalyse.
Stile der Popularmusik im letzten Viertel des 20. Jahrhunderts
Das Forschungsfeld dieser Arbeit betrifft sowohl den vielschichtigen Zusammenhang der Kultur und der gesellschaftlichen Strukturen, in denen die Produktion, Distribution und Rezeption von Popularmusik sich vollzieht, - also die sog. Makro-Ebene - als auch die Musik selbst, die aus der Perspektive des Stils in ihrer je spezifischen Machart bis ins kleinste Detail hinein betrachtet und analysiert werden kann - die sog. Mikro-Ebene.
Die Entscheidung für Stil als Zentralbegriff dieser Arbeit brachte die Notwendigkeit mit sich, vorliegende Forschungen zum Stilbegriff kritisch zu sichten und sie, soweit es ergiebig erschien, in die eigene Argumentation einzubinden. Dies impliziert die sozialwissenschaftliche Perspektive, die musikwissenschaftliche Sicht sowie semiotische Ansätze der Stilanalyse.
Der Autor legt ein exemplarisches Analysemodell vor und leitet gleichzeitig über zur grundlegenden Auffassung des Autors von der „Methode der Stilanalyse“, bei der, vor allem mit Hilfe des „Stilfeld“-Begriffs sowie der Analyse-Dimensionen „StilBEGRIFF, FORMENvielfalt, MARKTsegment, SubKULTUR, historisch-gesellschaftlicher KONTEXT“, der komplexe und weite Horizont erkennbar wird, in dem die populäre Musik wissenschaftlich zu erfassen ist. Nach dieser Methodenklärung beginnt die Ausführung umfassender Analysen von Songs im gedanklichen Netz der genannten „Dimensionen“ und der vom Autor im Laufe der letzten Jahre herausgearbeiteten neun „Stilfelder der Popularmusik des letzten Viertels des 20. Jahrhunderts“. (1998)
Franz Niermann


