Diplomarbeiten
Elisabeth PAULOVICS
Musikalische Phänomene der Wiener HipHop-Szene im Kontext der globalen HipHop-Kultur
Die Autorin widmet sich in dieser Arbeit der HipHop-Kultur im allgemeinen, setzt sich mit ihrem Ursprung und der Verbreitung auseinander, um dann explizit auf die Wiener Szene Bezug zu nehmen. Im ersten Kapitel erfolgt eine kritische Betrachtung von HipHop als kultureller Ausdrucksform, angefangen von der Bedeutung des HipHop als Partykultur, über seine politische Dimension bis hin zur Praxisform der Postmoderne. Nach einer detaillierten Beschreibung der unter der HipHop-Kultur subsumierten vier Elemente – Graffiti, Breakdance, MCIing und DJinge – analysiert die Autorin die musikalischen Faktoren und erarbeitet unterschiedliche Stile des HipHop. Im zweiten Teil der Diplomarbeit werden der Ursprung dieser Kultur und die Wege ihrer Verbreitung dargestellt. Missverständnisse entstehen dann, wenn nicht-afroamerikanische Rezipienten nicht um die Traditionen Bescheid wissen (beispielsweise Signifying). Im dritten, abschließenden Teil wird der Fokus auf die Wiener Szene gerichtet, auf ihre Entstehung und Formierung. Eine besondere Qualität dieses Kapitels manifestiert sich in der Analyse der Themen des Wiener HipHop: Im Unterschied zu U.S-amerikanischen HipHop-Liedern werden in Wien vorrangig Sozialkritik (Rassismus, Diskriminierung sozial Schwacher, beispielsweise Homosexueller), „Selbstpräsentation“ und „Szene-Diskurs“ angesprochen. Im Hinblick auf die lokalen Prägungen fallen in Wien insbesondere der häufiger Einsatz des orchestral klingender Instrumentals, „Ortnennungen sowie die Erwähnung typisch wienerischer Phänomene und ebensolcher Sprache“ auf.


