Diplomarbeiten
Daniela Rzepa
Musik in der Mittelalterszene
Untersuchungen zu Marktmusik und Mittelalter-Rock
Mit dem Begriff „Mittelalterszene“ wird eine heterogene kulturelle Strömung und Praxis benannt, die sich eher abseits der vorherrschenden und allgemein bekannten Bereiche des Kulturbetriebs entfaltet. Auch in Österreich gibt es eine solche, recht aktive Szene an spezifischen Orten mit ganz eigenem Ambiente, geprägt durch besondere Kleidung, Speisen und Getränke, Spiele, Konzerte usw. Es geht um Begriffklärungen zwischen „Szene“ und „(Jugend-/Sub-)Kultur“, um die Geschichte dieser kulturellen Bewegung, ihre Strukturen, Ideologien, Symbole, Rituale, Treffpunkte, Medien usw. Im Mittelpunkt der Arbeit stehen zwei ausgewählte, für die gesamte Szene als besonders charakteristisch erkannte musikalische Stile, die Marktmusik und der Mittelalter-Rock. Diese Stile werden in ihren entscheidenden Merkmalen beschrieben und analytisch beleuchtet. Es geht um das Selbstverständnis des jeweiligen Stils in Abgrenzung zu anderen Musikstilen, um Fragen der Aufführungspraxis, also auch der maßgebenden Instrumente und der Klangideale, um Texte und Inhalte, um das Repertoire und die Formen. Besonders großen Raum nehmen jeweils die exemplarischen Stilanalaysen ein. (2010)
Franz Niermann


