Diplomarbeiten

Constanze Wimmer
Musikvermittlung im Kontext.
Aspekte der gegenwärtigen Praxis
„Musikvermittlung“, „Konzertpädagogik“, „außerschulische Musikvermittlung“, „Kunst- und Kulturvermittlung“ …: Zunächst wird herausgearbeitet, dass es sich hier um einen Bereich handelt, der relativ neu (ca. 20 Jahre) und noch nicht „auf einen Begriff zu bringen“ ist, und zum andern, dass es eben nicht nur um dieses Feld geht, sondern um grundsätzliche musikpädagogische Fragen. Die entscheidenden Topoi, die, ausgehend von Fragestellungen rund um die „Musikvermittlung“,  zu umfassenden Erkenntnissen führen konnten, sind „Übersetzung“ und „Kontextualisierung“: Übersetzung, verstanden als eine Kommunikation in Symbolen, die die Lesefähigkeit von ästhetischen Ereignissen ermöglichen soll, und Kontextualisierung, einem kreativen und deutenden Verfahren, das im Zusammenhang ästhetischer Praxis gezielt eingesetzt wird. Musikvermittlung wird als eine ästhetische Praxis aller Beteiligten, der „Vermittler“ wie auch ihrer Klientel, in stets spezifischen Kontexten verstanden.
Das entscheidende analytische Handwerkszeug zum theoretischen Umgang mit Übersetzung und Kontextualisierung wurde im Konzept der Cultural Studies rund um das Centre for Contemporary Cultural Studies (CCCS) gefunden, im Besonderen in den kulturtheoretischen Ansätzen des Radikalen Kontextualismus sowie des Encoding-Decoding-Modells. Dieses theoretische Werkzeug ermöglicht analytische Einblicke in ausgewählte Beispiele konkreter Praxis der Musikvermittlung. (2009)

Franz Niermann

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