Diplomarbeiten

Caroline Auer
Üben und Gedächtnis. Der aktuelle Stand der Gedächtnisforschung und die Konsequenzen für das Auswendiglernen von Musikstücken


Die Autorin gibt einen umfassenden Überblick über wesentliche Gedächtnistheorien zu geben, wobei sich der Bogen von älteren Vorstellungen über verschiedene topographisch zu identifizierende Speichertypen bis hin zu moderneren Auffassungen über Intensität und Tiefe der Speicherung spannt.
Die Relevanz der Befassung mit der Funktionsweise des Gedächtnisses für musikalisches und instrumentales Lernen ist evident: Selbstverständlich ist diese nicht nur für das Auswendiglernen, also eine besonders nachhaltige und stabile Weise des Einprägens, sondern für jeden Lernprozess gegeben. Die Kandidatin stellt aber nicht nur Bedingungen für optimales Behalten, d.h. eine Fülle von effizienten Kodierungsstartegien dar, sondern widmet sich auch jenen Hemmungen, die dem Abrufen des längst Gelernten entgegen stehen.
So ist der Boden bereitet, allgemeine Bedingungen für wirksames instrumentales Lernen ebenso zu formulieren wie konkrete Hinweise etwa für den Aufnau motorischer Schemata zu geben. Somit schließt die Arbeit mit einem praxisrelevanten Kapitel über die Konsequenzen der Gedächtnisforschung für das Auswendiglernen von Musikstücken.

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