Diplomarbeiten
Bettina Fürlinger
Die Welt als Klangschöpfung
Die Musik als Brücke zwischen Mensch und Kosmos im Spiegel verschiedener Traditionen
Es ist das Anliegen der Diplomandin zu zeigen, wie es für Lehrerinnen und Lehrer möglich und attraktiv sein kann, eine zeitgenössische Oper, die sie selber als „unüblich und schwierig“ beschreibt, in den Musikunterricht einzubeziehen. Die Uraufführung von „Schneewittchen“ hat große Verständnislosigkeit, Ungeduld und Empörung bewirkt; sowohl der Märcheninhalt als auch die Machart der Komposition sind schwer zugänglich. Umso herausfordernder war es für die Diplomandin, sich aus musikalisch-analytischer und didaktischer Sicht mit diesem Werk zu befassen, um praktisch nützliche Grundlagen für die Gestaltung von Musikunterricht anzubieten.
Am Anfang stehen biografische Informationen zum Librettisten, dem Schriftsteller Robert Walser, und zum Komponisten, Musiker und Dirigenten Heinz Holliger, dann folgt die Analyse, darauf schließlich die musikdidaktische Untersuchung bzw. methodische Ausarbeitung. Im Zentrum der Arbeit wird das Werk ausführlich unter die Lupe genommen: der Inhalt des Märchens (die Handlung und die Figuren) sowie die Komposition mit besonderer analytischer Betrachtung der Instrumentation.
In den didaktischen und methodischen Untersuchungen stehen gleich am Beginn die Zeichnungen von Figuren und Figurenkonstellationen oder dann die Herausarbeitung der Verläufe von Beziehungskonflikten im Mittelpunkt. Weitere Vermittlungs¬schritte sind „Kreative Ansätze zu Musik- und Textbeispielen“, so etwa unter dem Aspekt des Malens zur Musik oder, quasi umgekehrt, des eigenen Vertonens von Bildern und Textpassagen. Ferner werden Bewegungsspiele, Aufgaben zur szenischen Darstellung und zur fantasievollen Arbeit mit Wörtern und Texten aus der Oper entwickelt und erörtert. (2005)
Franz Niermann


