Diplomarbeiten

Barbara Fiechter
Kommunikation im instrumentalen Einzelunterricht


Im instrumentalen Einzelunterricht sind die Lehrerin bzw. der Lehrer und die Schülerin bzw. der Schüler aufs engste aufeinander verwiesen. Wie kaum woanders im alltäglichen Leben entwickelt sich im stillen Kämmerlein“, in dem zwei Personen regelmäßig, oft über etliche Jahre hinweg, beieinander sitzen, eine ganz spezifische Beziehung – die Lehrer-Schüler-Beziehung“ –, die von einem hohem Maß an Intimität gekennzeichnet ist, wohl oder übel, förderlich oder hemmend. Im Mittelpunkt dieser Beziehung, das ist der Zweck des Miteinanders, steht die Musik bzw. das Handwerk, Musik mit Hilfe eines bestimmten Instruments zu realisieren. Wie dieser Zweck erreicht wird, hängt ganz wesentlich davon ab, wie es gelingt, die Beziehung der beiden Beteiligten zu gestalten; dem Lehrer kommt dabei die hauptsächliche Verantwortung für die Beziehungsgestaltung zu.

Es wäre sicher verfehlt zu glauben, die fachliche Kompetenz, also die Fähigkeit des Lehrers und Meisters“, gut Musik zu machen, sei der Garant für einen erfolgreichen Entwicklungsprozess im instrumentalen Einzelunterricht. Tatsächlich hängt es großenteils von der Beziehungsgestaltung ab, ob die gemeinsame Arbeit auf produktive Weise gelingt. Um zu untersuchen und argumentativ zu untermauern, worin die Autorin die entscheidenden positiven und fördernden Verhaltensweisen eines Instrumentallehrers zu sehen sind, verknüpft sie die theoretischen Überlegungen etwa von Rogers, Cohn, Gordon, Tausch, von Thun usw. mit konkreten, anschaulichen Beispielen aus der Praxis des Instrumentalunterrichts. (1998)

Franz Niermann

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