Diplomarbeiten
Arnold Haberl
„Pression für einen Cellisten“ von Helmut Lachenmann als Anregung für das Klassenmusizieren
Lachenmanns „Pression für einen Cellisten“ bildet den Ausgangs- und Zielpunkt dieser Untersuchungen; im Wesentlichen aber geht es um vielfältige Erlebnis- und Erfahrungsmöglichkeiten der Schüler mit den Gestaltungsprinzipien der Neuen Musik. Der Text ist im Wesentlichen in drei Komplexe gegliedert: erstens die instrumentalpraktische und analytische Auseinandersetzung des Autors als eines Cellisten mit der Komposition Lachenmanns, zweitens die didaktischen Überlegungen im Hinblick auf die Vermittlung Neuer Musik an Schülerinnen und Schüler und drittens die Darstellung und Reflexion eines Schulprojekts.
Die Erörterungen pendeln hin und her zwischen den spieltechnischen Herausforderungen des Werks und dem Finden der passenden analytischen Herangehensweise an die Musik. Zwischen „Zertrümmerung der Cello-Technik“ und „Entdeckung des Instruments“, zwischen „Verzweiflung – Stillstand“ und „Rückblicke – Ausblicke, freies Schwingen“ tun sich dem Musiker und Analytiker immer neue Einsichten auf. Dabei bleiben die Untersuchungen nah am und im Werk, das gleichzeitig im Kontext der „konkreten“ Kunst des 20. Jahrhunderts zu sehen ist. Nach Überlegungen zur Vermittlung Neuer Musik im schulischen Klassenunterricht folgt die Dokumentation eines Projekts, das der Autor konzipiert und mit einer Wiener Schulklasse durchgeführt hat. (2004)
Franz Niermann


