Diplomarbeiten

Stefan Hametner
Musik als Anstiftung.
Ansätze für die Theorie und Praxis einer systemisch-konstruktivistischen Musikpädagogik


Für die meisten Entwicklungen der neueren allgemeinen Didaktik wie auch der Musikpädagogik sind Elemente kennzeichnend, die eine große Nähe zum konstruktivistischen Denken haben, z.B. die Unterstützung des eigenverantwortlichen Arbeitens im schulischen Unterricht, die Impulse an die Schülerinnen und Schüler, eigene Lösungswege zu finden und eigene Anschauungen und Wertentscheidungen zu entwickeln, die Bevorzugung von Diskurs und Dialog im Unterschied zum Erlernen vorgegebenen Wissens, das Entwickeln der Fähigkeit, Fragen zu stellen usw.

Im Wesentlichen geht es dabei um das Wechselspiel von Dekonstruktion, Rekonstruktion und Konstruktion: Dekonstruktion als die produktive Form des Nachfragens bzw. Infragestellens sowie des Findens verschiedenster legitimer Perspektiven auf ein und dieselbe Sache; Rekonstruktion als Prinzip des interpretierenden Umgangs mit und des selbstbewussten Aneignens von Konstrukten sowohl der Vergangenheit als auch der Gegenwart; Konstruktion als Form der Wahrnehmung und Erkenntnis von Wirklichkeit und Wahrheit. Diese grundlegenden Ansatzpunkte werden auf konkrete musikpädagogische Fragen hin durchleuchtet und in praxisbezogenen Konzepten für den Musikunterricht verdichtet. (2004)

Franz Niermann

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