Christine Stöger

Kunst in der Schule

Studien zur Reformpädagogik in Österreich unter besonderer Berücksichtigung des Musikunterrichtes.

Das Zusammenführen von Kunst und Schule erweist sich immer neu als Herausforderung. Was bedeutet diese Verbindung für die beteiligten Menschen, für die Kunst und für die Institution, in der sie vermittelt wird? Die Reformpädagogik ist geprägt durch die Einführung und Verstärkung künstlerischer Fächer in der Schule. So wurden diese Fragen in einer Grundsätzlichkeit thematisiert, die bis zur Gegenwart wirkt. Neben einem Einblick in die Hintergründe der Aufwertung von Kunst im Bildungsprozess werden Konzepte und Modelle innovativer Kunstvermittlung in Österreich diskutiert und ihr Verhältnis zur Institution Schule beleuchtet. Der Spezialfall “Musikunterricht” ist vor dieser historischen Folie als Konkretisierung allgemeiner reformpädagogischer Bestrebungen zu lesen.

Aus dem Inhalt

Das Umfeld der pädagogischen Reformbestrebungen in Österreich zu Beginn des 20. Jahrhunderts

Zum Kulturellen Hintergrund: zwischen Resignation und Aufbruchstimmung
Die wachsende Bedeutung pädagogischer Fragen in der Öffentlichkeit
Der Begriff “Reformpädagogik” und seine Rezeption
Ebenen der Auseinandersetzung mit pädagogischen Fragen
Das wissenschaftlich-theoretische Interesse an Kindheit und Jugend

Kunstunterricht im Rahmen des Bildungsprozesses

Zwischen “Kunsterziehung” und “Musischer Bildung”
Kunstunterricht als Thema einer pädagogischen Reformbewegung –
die Kunsterziehungsbewegung
Kunst und Schule – ein Widerspruch?
Der Ernst des Spieles und die Kunst der Kinder
Musik im Rahmen der Kunsterziehungsbewegung
Kunstunterricht als Motor pädagogischer Innovationen?

An den Grenzen der Schule: Formen innovativen Kunstunterrichts in Österreich

Zwischen Jugendkunst und Avantgarde – Franz Cizeks kunstpädagogische Arbeit
Oskar Rainers Konzept der Musikalischen Grafik – ein interdisziplinärer Ansatz als didaktisches Programm
Die “Schwarzwaldischen Anstalten” – ein Experimentierfeld für den Kunstunterricht

Die Schule im Umfeld der Reformpädagogik und ihr Verhältnis zum Kunstunterricht

Auftakt: Schule in der ersten Phase der Reformpädagogik bis 1918
Die Glöckelsche Schulreform: Phase der pädagogischen Systemversuche in den 20er Jahren
Zum Bild der Kunst und des Künstlers in Schulkritik und –reform
Die Berücksichtigung künstlerischer Fähigkeiten im Rahmen der Schule
“Künstlerische Fächer“ zwischen Überforderung und Unterschätzung

Musiklernen und das System Schule

Forschungsstand sowie Klärung der Fachbegriffe
Zum Prozess der Konstituierung eines Schulfaches für den Bereich Musik
Zum Erziehungsbegriff in der Musikpädagogik
“Aufträge” an den Musikunterricht
Musikpädagogische Arbeit im Rahmen der Schule vor dem Hintergrund allgemeiner reformpädagogischer Bestrebungen

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