Forschung

Forschung im IMP widmet sich den Fragen des Musiklehrens und -lernens in formalen und informellen Kontexten. Dabei handelt es sich einerseits um Angewandte Forschung (bspw. Entwicklung musikdidaktischer Konzeptionen und Konzepte) und andererseits um bildungs- und persönlichkeitstheoretische Grundlagenforschung (Philosophy of Music Education). Daneben werden aktuelle schul- und hochschulpolitische Entwicklungen - wie bspw. PädagogInnenbildung_NEU, Chancen musikalischer Bildung in ganztägigen Schulformen, Formen der Kooperation von Schule und Musikschule oder Entwicklungen in Berufsbildern/-feldern - sowohl wissenschaftlich aufgearbeitet als auch mit konkreten fachpolitischen Initiativen beantwortet.

In den fachdidaktischen Lehrveranstaltungen des IMP werden Forschungserkenntnisse direkt in der Ausbildung unserer Studierenden nutzbar gemacht.

Alle anzeigen / Alle verbergen

Antwort auf/zuklappen

LESEN SIE MEHR ...

Drei fachdidaktische Professuren, eine a.o. Professur, drei wissenschaftliche Mittelbaustellen, fünf Qualifizierungsstellen für wissenschaftliche Assistent/-innen, zahlreiche Promotionen und zahlreiche kleine sowie umfangreichere Forschungsprojekte, in die auch Studierende verschiedener Ausbildungsstufen mit einbezogen werden: Die Forschungslandschaft des IMP weist eine abwechslungsreiche Topographie auf, in der jedoch die „Hauptgebirgszüge“ erkennbar bleiben. GeisteswissenschaftlerInnen kooperieren mit EmpirikerInnen, auch eine Naturwissenschaftlerin gehört dem Institut an. Forschung über Unterricht und Kunst berührt sich mit „Research in Arts“. Aktions- und Handlungsforschung verknüpft im Sinne von „reflective practitice“ berufliche Praxen mit Reflexion und Erkenntnissuche. Nationale und internationale Forschungskooperationen (bspw. MFÖ, AMPF, EAS, ISME) öffnen den Blick über die Institutsgrenzen hinaus

 

Viele der zurzeit im IMP betriebenen Forschungsvorhaben sind empirisch orientiert: Sie sind sowohl theoriegeleitet, als auch Theorie generierend, sie werden häufig aus der Perspektive unterrichtlicher Praxis heraus betrieben, wobei die „Betroffenheit“ der Lehrenden-Forschenden weniger als Problem, sondern als Chance angesehen wird, und es spielen immer auch normative Aspekte als pädagogische Wertevorstellungen eine Rolle.

 

Was die normative Basis unserer Forschung anbelangt: Das IMP befasst sich kritisch mit den „großen Erzählungen“ des Faches Musikpädagogik, wie z.B. Orientierung am Kunstwerk, Unterweisung im Musikhören, Didaktische Interpretation, Handlungsorientierter oder Kulturerschließender Musikunterricht ebenso wie mit den expliziten wie impliziten Traditionen der allgemeinen Instrumentalpädagogik. Dabei wird – vor allem beeinflusst von der systemisch-konstruktivistischen Erkenntnistheorie – ein Schwerpunkt auf Prinzipien der Selbsttätigkeit und Selbstverantwortung der Lernenden und der Selbstorganisation von Lerngruppen gelegt. Im IMP wird insbesondere die Spannung zwischen den Feldern „Musik als Gegenstand bzw. Werk“, „Musik als spezifisches menschliches Handeln“ und „Musik als sozio-kulturelles Phänomen“ reflektiert. Das IMP bekennt sich zur Erklärung der Musikalischen Grundrechte des Menschen durch den Internationalen Musikrat und zur Musikalischen Diversität (UNESCO).

 

Eine Besonderheit des IMP im Reigen der wissenschaftlichen Institute an der mdw ist, dass wir uns als „künstlerisch-wissenschaftliches Institut“ verstehen, als ein Institut, in dem Praktiken des elementaren, improvisatorischen, experimentellen Musizierens und Gestaltens – wie auch dessen traditionelle Formen in Chor, Orchester, Quartett oder Band – ausgeübt, reflektiert und erforscht werden. Es geht um musikalische Praktiken, die auf die Wirklichkeit der jeweiligen Vermittlungssituation hin gedacht werden und deren künstlerischer Anspruch und ästhetische Relevanz durchgängig im Fokus des Tuns und Reflektierens liegen. Das IMP nimmt am Diskurs um künstlerische Forschung teil und erprobt neue Möglichkeiten der Präsentation diesbezüglicher Forschungsergebnisse wie etwa „lecture performances“.

 

Wer im IMP forscht, hat das Recht, dies im Humboldt'schen Ideal des Forschens in „Einsamkeit und Freiheit“ zu tun. Gleichzeitig herrscht ein Institutsklima, das laufend anregt, sich mit Gleichgesinnten und Gleichinteressierten in Forschungsteams zusammen zu finden: Qualitäten entstehen im Wechselspiel von individuellem Nachdenken und ständigem Diskurs.

>>> zurück zur Hauptseite Forschung

Zusätzliche Informationen zu individuellen Forschungsschwerpunkten einzelner IMP-MitarbeiterInnen finden Sie auf den Personen-Seiten.

Institut für Musikpädagogik Wien
© 2017 Metternichgasse 8
A-1030 Wien, Tel. +43 1 71 155 DW 3701, Fax +43 1 71 155 DW 3799