Intervision
Intervision ist eine effiziente Methode, wie Personen in einer ähnlichen beruflichen Phase einander kollegial zur Seite stehen können.
Die Phase des Übergangs vom Studium in den Beruf
Der Übergang vom Studium in den Beruf ist ein anspruchsvoller und anstrengender Weg.
Die ersten im Studium gemachten Schritte in die Berufspraxis fanden in einem geschützten Rahmen statt.
Der Berufsalltag beginnt daher mit Ende des Studiums.
Es gibt keine Möglichkeit, im Studium den Berufsalltag einzuüben. Die erworbenen Fähigkeiten müssen daher erst allmählich in der konkreten Alltagssituation anwendbar werden.
In dieser beruflichen Anfangsphase entsteht ein unbalanciertes Verhältnis zwischen Stressphasen und Entspannungsmöglichkeit.
- Die Auswertung von Stunden, die man als „misslungen“ erlebt, erscheint schwierig, weil die nächsten bereits geplant und durchgeführt werden sollen.
- Es sind zu viele neue und schwierige Situationen gleichzeitig zu meistern.
- Durch die hohe Anspannung entsteht Müdigkeit und ein Gefühl der ständigen Überforderung.
- Andrerseits ist die Bereitschaft aus den jetzt gemachten Erfahrungen zu lernen nie so groß wie gerade jetzt.
- Gut gemeinte Ratschläge erfahrener Kolleginnen und Kollegen erhöhen manchmal das Gefühl der Einsamkeit anstatt Mut zu machen.
Hier setzt Intervision an: Strukturierter Austausch und Fallanalysen ohne außenstehende Experten
Das mpz bietet für das Kennenlernen der kollegialen Intervision als Methode einen Einstiegsworkshop an. Einführung in die Grundregeln der Arbeitsweisen:
- Hohe Akzeptanz untereinander
- Die Mitglieder akzeptieren und respektieren ihre Unterschiedlichkeit
- Angstfreie Atmosphäre - kein Konkurrenzdenken („Das kann ich aber viel besser“)
- Konstruktiver Umgang durch Feedback - Keine Kritik ohne Anerkennung Vertrauensgrundsatz: alles Erzählte bleibt in der Gruppe
- Offenheit gegenüber Schwächen und Fehlern
- Unterschiedliche Perspektiven auf eine Situation sind Impuls und wirken als Ideenpool
Intervision im Unterschied zu Selbsterfahrungsgruppen: Berufliche Erfahrungen mit der Absicht, Unterstützung für einen selbst gewählten Weg zu erhalten.
Intervision im Unterschied zu Coaching: die Gruppe leitet sich selbst an und verzichtet auf den Experten/in von außen („supervision without parents“).
Intervision im Unterschied zur pädagogischen Begleitung: keine vorgegebenen Themen, die Themen werden jedesmal frei von den Gruppenmitgliedern eingebracht.
Workshop auf Anfrage
Zeit und Gruppenmindestgröße: mindestens 4 Personen, die sich für ein Jahr zur Intervision treffen wollen.
Dauer des Workshops: 2 Termine zu je 2 Stunden
Vertrauensgrundsatz: Wie in Beratungskontexten üblich, garantieren wir bei dieser sehr individuellen Arbeit den Grundsatz der Verschwiegenheit.
Kosten: Die Kosten übernimmt derzeit die Universität für Musik und darstellende Kunst, Institut für Musikpädagogik
Kontakt:
Dr. Brigitte Lion
Lion(at)mdw.ac.at
Tel. +43 1 71155 3701 (Dienstag 12:30 – 13:30)
Mobil: +43 1 6991 333 0 252


