Coaching für die Einstiegsphase in den Beruf Musiklehrerinnen und Musiklehrer
Die Phase des Übergangs vom Studium in den Beruf
Der Übergang vom Studium in den Beruf ist ein anspruchsvoller und anstrengender Weg. Die ersten im Studium gemachten Schrittein die Berufspraxis fanden in einem geschützten Rahmen statt. Der Berufsalltag beginnt daher mit Ende des Studiums. Es gibt keine Möglichkeit, im Studium den Berufsalltag einzuüben. Die erworbenen Fähigkeiten müssen daher erst allmählich in der konkreten Alltagssituation anwendbar werden.
Mehrere Stressfaktoren können die berufliche Anfangsphase kennzeichnen:
- Während das Unterrichtstraining im Studium überschaubar war, sollen im Unterrichtsalltag mehrere Stunden nacheinander souverän gemeistert werden. Dies in einem System, das man bis dato hauptsächlich aus Schülerperspektive kennengelernt hat.
- Meist überwiegt am Anfang die Schwierigkeit, eine Gruppe zur Arbeitsfähigkeit zu führen und erschweren das Umsetzen von inhaltlichen Aufgaben.
- Die Rolle des Neuankömmlings als „Noch nicht Lehrer“ und „Nicht mehr Studierender“ in einem eingespielten Schulteam zieht Energie vom eigentlichen Unterrichtsgeschehen ab.
- Die Schulklasse ist aufgrund ihrer Heterogenität nicht einschätzbar. Am Anfang hat man zu viele Anforderungen zugleich zu lösen und es fehlt noch ein geeignetes Repertoire an Lehrerverhaltensweisen.
- Die Lehrerrolle braucht ein gesundes Führungsverständnis. Dieses ist zu Beginn der beruflichen Laufbahn noch nicht entwickelt und kann manche Unklarheit auslösen.
Jetzt: Coaching
Das mpz bietet für diese Einstiegsphase in den Beruf ein spezielles Coaching für
- Unterrichtspraktikantinnen und Praktikanten
- Lehrerinnen und Lehrer des Faches Musik in den ersten Dienstjahren.
Coaching ist eine gezielte Art der Beratung, die auf eine berufliche Entwicklung und Weiterentwicklung abzielt. Wir verstehen Coaching als hilfreichen Dialog, in dem sich alle Beteiligten gemeinsam über ihre Prinzipien und Vorstellungen verständigen und in dem das Wissen über das Berufsfeld zur Verfügung gestellt wird. Der Coach bietet eine hilfreiche Außenperspektive an und verhält sich gegenüber den Änderungswünschen neutral. Im Unterschied zu einer Trainingsstunde wird im coaching nicht über „falsch und richtig“ diskutiert, sondern vielmehr über erwünschte und weniger erwünschte Wirkungen. Der Prozess konzentriert sich daher auf die Erarbeitung von Wegen, diese Wirkungen selbst herbeizuführen.
Form: Einzelberatung. Bei großer Nachfrage wird eine Gruppe eingerichtet.
Ort: am Dienstort und am Institut für Musikpädagogik; Metternichgasse 8; 1030 Wien
Zeit: nach Vereinbarung
Mögliche Themen:
- Analyse der persönlichen Stärken und Fähigkeiten
- Motivationsstärkung
- Repertoire für Interventionen vergrößern; Perspektiven entdecken
- Unterrichtsanalyse und Ansatzwege zur Verbesserung
- Erarbeiten wichtiger Teilfähigkeiten für die LehrerInnen Rollen
- Disziplinprobleme diagnostizieren
Vertrauensgrundsatz: Wie in Beratungskontexten üblich, garantieren wir bei dieser sehr individuellen Arbeit den Grundsatz der Verschwiegenheit.
Kosten: Die Kosten übernimmt derzeit die Universität für Musik und darstellende Kunst, Institut für Musikpädagogik
Kontakt:
Dr. Brigitte Lion
Lion(at)mdw.ac.at
Tel. +43 1 71155 3701 (Dienstag 12:30 – 13:30)
Mobil: +43 1 6991 333 0 252


