Musikunterricht an Tasten

Eine Kooperation zwischen dem Institut für Musikpädagogik, Wiener Schulen und der Firma Yamaha

Das Musikpädagogische Zentrum (mpz, Leitung: Dr. Brigitte Lion) im Institut für Musikpädagogik (IMP, Vorstand: Prof. Dr. Franz Niermann) hat mit der Firma Yamaha eine längerfristige Kooperation zur Intensivierung des Klassenmusizierens an Wiener Schulen vereinbart.

 

Musikunterricht kann auf vielfältige Weise unterrichtet werden. Ein Weg, der die hier beschriebene Arbeitsgruppe interessiert, ist das Unterrichten unter Einsatz von Tasteninstrumenen in Klassenstärke, das heißt mit Keyboards. Gemeint ist nicht ein in den Musikunterricht eingegliederter Instrumentaluntericht für Großgruppen, sondern vielmehr die Entwicklung von Stundenkonzepten, die die Umsetzung des Rahmenlehrplans in einer vielfältigen Weise unterstützen: Keyboards für die Erarbeitung musiktheoretischer Vorstellung wie Notenlehre oder Harmonielehre, Keyboards als Hilfe für Höraufgaben und Hörübungen, Keyboards als Mittel zur Werkeinführung, Keyboards als vielfältig einsetzbare Instrumente für Improvisation, Klangarbeit, für Komponsitionen, für Liedbegleitung, usw.

Derzeit nehmen etwa 10 Schulen an dieser methodisch herausfordernden Arbeit teil.

 

Wie können Schulen und Musiklehrerteams mitmachen?

Das besondere Interesse des mpz an diesem Projekt besteht in der Vernetzung von vorhandenem Know How der Schulmusik-Abteilung der Firma Yamaha, im Besonderen auf der Basis des Konzepts „Teamplay“, mit einer gemeinsamen Entwicklungsarbeit von Studierenden der Musikuniversität und Musiklehrerinnen und -lehrern an Wiener Pflichtschulen und Höheren Schulen.
Das so gebildete Netzwerk soll dazu beitragen, dass für die Musiklehrerinnen und Musiklehrer der Klassenunterricht mit Keyboards zu einer sinnvollen, anerkannten und verbreiteten Arbeitsweise an den Schulen wird.

 

Die Struktur des Projekts

Die Firma Yamaha stellt vorerst für ein Schuljahr 5 Wiener Schulen einen Keyboardsatz in Klassenstärke inklusive Netzgeräte und Kopfhörer unentgeltlich zur Verfügung. Dieser besteht aus 15 Schüler-Keyboards des Typs Yamaha E-303 und einem Lehrer Keyboard, derzeit PSR -1500 bzw. 500, mit weit darüber hinausreichenden technischen Möglichkeiten. Transport und Wartung der Instrumente obliegt der Firma Yamaha direkt in Absprache mit den Schulen. Projektstart war September 2006.
Derzeit sind die Bundesländer Wien, Niederösterreich, Salzburg, Oberösterreich beteiligt.

 

Bedingungen für die Teilnahme

1. Die von den MusiklehrerInnen garantierte regelmäßige Nutzung dieses Keyboardsatzes im Unterricht.
2. Mindestens zwei LehrerInnen von einer Schule nehmen teil.
3. Bereitschaft der Lehrer, an einem Jourfixe teilzunehmen, der alle zwei Monate am Institut für Musikpädagogik, organisiert durch das mpz, angeboten wird.
4. Der Keyboardsatz soll längstens 4 Semester einer Schule zur Verfügung stehen.

 

Mögliche Perspektiven

1. Die Schulen erwerben nach Möglichkeit einen eigenen Keyboardsatz (Kostenaufwand von
4000 - 6000,-€).
2. Eine Kooperation mit Musikhändlern von Seiten der Yamaha Music Education soll den teilnehmenden Schulen den Ankauf erleichtern.
3. Die Schulen erarbeiten für die an einem Keyboard-Unterricht außerhalb des Unterrichts interessierten SchülerInnen und Schülern ein Nachmittagsangebot an der eigenen Schule. Möglich ist eine Zusammenarbeit mit dem Projekt Teamplay von Yamaha oder mit einer örtlichen Musikschule oder unterrichten die SchülerInnen selbst.
4. Beendet die Schule das Projekt, haben die MusiklehrerInnen weiterhin die Möglichkeit, sich im Keyboardprojekt als ReferentInnen in der Einschulung weiterer Schulen zu beteiligen bzw. als AutorInnen von Unterrichtsmaterialien zu wirken mit der Möglichkeit, diese zu publizieren.

 

 

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