Berichte

Jän 19
Berichte 17/18

Wie viel Theorie braucht Musik?

Mitt@Mett: Fachgespräche Musik


In großer Runde hat der Musikpädagoge und Dirigent Hans-Peter Manser seine Publikation „Das ist Musik. Zumindest Theoretisch. Musikkunde für Kinder, Einsteiger&Neugierige“ vorgestellt, die seit kurzem in der zweiten Auflage vorliegt. Neugierig waren viele: Instrumentalpädagog_innen, Musiklehrende aus NMS und AHS, Studierende und Lehrende des IMP hatten sich eingefunden. Von der Bildungsdirektion Wien waren Frau Hofrat Christine Winter und MMag. Ferdinand Breitschopf anwesend, der auch als Buchautor von Musik aktiv mit Koautor Mag. Paul Müller Stellung nahm. Diskutiert wurde zunächst, wem, warum und in welchem Kontext Musiktheorie vermittelt werden sollte und was der Begriff „Musiktheorie“ überhaupt fasst. Am Beispiel der Zither (vorgestellt durch Bernadette Freithofnig, Studierende der Rhythmik) wurde die Problematik eines instrumentenspezifischen Theorieunterrichts angesprochen. Schließlich ging es um die Frage einer kulturgebundenen Musiktheorie, für die exemplarisch die Saz-Schule von Mansur Bildik herangezogen wurde, welche an die Tonalität und die binären und ternären Rhythmen der türkischen Musik heranführt. In Frage gestellt wurde, ob Theoriewissen im Musikunterricht als Benotungskriterium herangezogen werden dürfte und inwieweit der KOMU-Lehrplan (Konferenz der österreichischen Musikschulwerke)  kritisch revidiert werden müsste.

Katharina Peccher-Havers

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