Berichte

Nov 16
Berichte 16/17

Verletzliche Differenz – erhoffte Inklusion

Forschungskolloquium Lebens.Werte.Schule


Am Donnerstag, den 10. November und am Freitag, den 11. November 2016 fand im repräsentativen Dekanats-Saal der Katholischen Fakultät der Universität Wien ein Forschungskolloquium Inklusive Schule statt, zu dem die kürzlich gegründete Forschungsinitiative lebens.werte.schule einlud.

Diese Initiative besteht aus VertreterInnen der Katholischen wie auch Evangelischen Fakultät der Universität Wien und der KPH Krems, darunter Univ.-Prof. i.R. Dr. Martin Jäggle, Univ.-Prof. Mag. Dr. Andrea Lehner-Hartmann, Ao. Univ.-Prof. Mag. Dr. Robert Schelander, Vizerektor Mag. Dr. Thomas Krobath und Dr. Karin Peter, und betreibt spartenübergreifenden wissenschaftlichen Austausch. Vor allem erforscht sie dankenswerterweise partizipative Entwicklungen und Projekte in Schulen und sensibilisiert für das Wahrnehmen von Vielfalt und für eine Kultur der wechselseitigen Anerkennung zwischen allen beteiligten Personen und Gruppen.

An den beiden Tagen des nichtöffentlichen Forschungskolloquiums sollen – vorgegeben durch Themenfelder wie Menschenwürde, Bildungsgerechtigkeit, Lehrer_innenbildung, Umgang mit Vielfalt und konfessionelle Schulen - religionspädagogische, bildungswissenschaftliche und schulpädagogische als auch fachdidaktische Perspektiven eingebracht und miteinander in Beziehung gebracht werden. Vor allem Forschende aus dem mittel- und südosteuropäischen Raum (Österreich, Deutschland, Ungarn, Tschechien, Kroatien, Ukraine) waren entscheidend berücksichtigt. Neben der Geschichte der deutschsprachigen Didaktik und evangelischen Religionsdidaktik (Robert Schelander), dem Inklusionspotenzial biblischer Texte (Oskar Dangl) und Ansätzen wie Cability Approach im Bildungsgeschehen in Äthiopien (Margarita Schiemer) wurden das Inklusionsverständnis zwischen (Spezieller) Pädagogik und Religionspädagogik (Kateryna Buchko), die Dialogform als Sensibilisierung für eine inklusive Haltung in der Lehrer/inn/enbildung (Ludmila Muchova), Inklusive Kompetenz in der musikpädagogischen Ausbildung (Beate Hennenberg), Empirische Einblicke aus Kroatien (Ana Thea Filipović) oder Inklusionsbezogene Förderdiagnostik (Oliver Reis) wie auch das Format Leichte Bilder im Religionsunterricht (Marion Keuchen) oder die Didaktik der (immer) verletzlichen Differenz im Kontext einer (immer) erhofften Inklusion (Bert Roebben) je in Thesenform vorgestellt, von Respondenten (u. a. Jörg Mußmann, Elena Makarova, Helene Stockinger) zugespitzt, im inspirierenden Diskurs mit anderen weitergedacht und letztlich gebündelt. In der Folge des Kolloquiums wird eine Publikation entstehen.

Beate Hennenberg

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