Berichte

Mär 18
Berichte 17/18

Tagung an Universität Hildesheim

Historisches Lernen inklusiv


Vom 5. bis 7. März 2018 veranstaltete die Plattfom Zukunft Inklusion (ZINK) an der Stiftung Universität Hildesheim die Tagung vergangenheiten I vielfältig I vergegenwärtigen. An der Schnittstelle von Kultur-, Erziehungs- und Geschichtswissenschaft siedelte Oliver Musenberg und sein Team die fünf Panels, drei Symposien und fünf Workshops an.  „Inklusion als aktuelle Reformidee verlangt nach einer (…) Öffnung und Neujustierung der Optiken für den Blick in die Vergangenheit“, hieß es in der Ausschreibung.

Etwa 80 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler befassten sich mit Fragen historischer Bildungsforschung und historischen Lernens aus inklusiver Perspektive. Sabrina Schramme etwa sprach zu Biografischen Perspektiven auf die Bedeutung von sozialen Ungleichheitskategorien. Udo Wilken recherchierte zur Geschichte der Selbsthilfe-Bewegungen im deutschen Sprachraum. Simon McKeown gab – als Fine Artist - einen Überblick über 100 Jahre Immobilität und das Design von fahrenden Hilfsmitteln. Es ging weiters um das Inklusive Potenzial in fächerverbindendem Unterricht (Regina Bäck), um Queering Histories (Martin Lücke; Nina Rusch) und um den Umgang mit Menschen mit Behinderung während der NS-Zeit (Alice Junge, Bettina Lindmeier, Claudia Schomaker). Irmgard Merkt und Beate Hennenberg näherten sich dem Spannungsfeld Musik und Inklusion aus musikpädagogischer Sicht an.

Oliver Musenberg hält fest: „Fragen an die Vergangenheit müssen immer wieder neu gestellt und Geschichte muss von Neuem erzählt werden. Die wissenschaftliche Bearbeitung des Feldes verlangt interdisziplinären Austausch und hat noch keine lange Tradition“.  Also gibt es viel zu tun.

Beate Hennenberg



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