Berichte

Feb 18
Berichte 17/18

Jahrestagung der Inklusionsforscher*innen

Im Spannungsfeld von Normalität und Diversität


Die 32. Jahrestagung der Inklusionsforscher*nnen fand vom 21. bis 24. Februar 2018 an der Justus Liebig Universität Gießen statt. In sechs parallel ablaufenden Panels sprachen über 100 Vortragende über die Bewältigung von Diversität, welche auf die Überwindung gesellschaftlicher Konstruktionen von Normalität angewiesen ist.

Die musikpädagogische Community war durch die ReferentInnen Angela Gredler, Musikschule Wiener Neudorf, Susanne Quinten, TU Dortmund, und Beate Hennenberg, mdw, vertreten. Weitere österreichische ReferentInnen waren Gertrud Kremsner und Tobias Buchner vom Institut für Bildungswissenschaften der Universität Wien mit starken Keynotes - beider Dissertationen zu Inklusion erhielten zahlreiche Preise - und Michelle Proyer mit einem Vortrag sowie Rainer Grubich, PH Wien, und Regina Grubich-Müller vom Stadtschulrat Wien. Auch Maria-Luise Braunsteiner und Roswitha Lebzelter von der PH Baden, mit der die mdw verbunden ist, waren anwesend.

Am ersten Abend fand das spannende Symposium Inklusionsorientierte Hochschule statt. Es ging um Möglichkeiten der Weiterentwicklung und die Positionierung zwischen inklusiver Bildung, Diversity Management und Differenzpädagogik. Donja Amipur und Franz Krönig von der TH Köln thematisierten den Umgang mit Vielfalt. Matthias Otten, TH Köln, und Saskia Schuppener, Universität Leipzig, sprachen zu Partizipativer Lehre im Kontext inklusionssensibler Hochschule. Sowohl Ansätze von Citizen Science sowie Einflüsse der Disablity Studies spielen in der hochschuldidaktischen Gestaltung von Lehre, die Vielfalt berücksichtigt, eine Rolle. Am Ende des ersten Abends sprach Andrea Platte zu Learning Outcomes und professionalisierender Selbstbildung.

Am nächsten Tag ging es in der Arbeitsgruppe LehrerInnen(fort)bildung im Kontext von Inklusion um die Trias Inklusion – Diversität – Differenz und Unterrichtsentwicklung. Birgit Lütje-Klose, Universität Bielefeld, präsentierte eine Interviewstudie über Schulentwicklungsprozesse in inklusiven Schulen der Sekundarstufe mit AbsolventInnen des Studiengang Inklusive Pädagogik an der Uni Bremen.
Später sprachen Andreas Hinz und Ines Boban, Uni Halle, über Impulse  aus der Perspektive demokratischer Bildung. Fazit: Man kann nicht nicht kategorisieren.

Beate Hennenberg

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