Berichte

Feb 18
Berichte 17/18

Forschungsgruppe DBR und "Musikunterricht & Multimedia"

Veranstaltungen mit IMP-Beteiligung in Niedersachsen


Die nunmehr seit bald 3 Jahren bestehende Forschungsgruppe „Design-based Research (DBR) in der Musikpädagogik“ traf am 15. und 16. Februar zu ihrem jährlich stattfindenden Arbeitstreffen zusammen. Als Gastgeber fungierte dankenswerterweise wieder das Institut für musikpädagogische Forschung an der HMTMH (Musikhochschule für Musik, Theater und Medien) in Hannover. In dieser  Arbeitsgruppe zur fachdidaktischen Entwicklungsforschung wird durch die mitwirkenden Personen und Ihre Arbeitsstandorte mittlerweile der gesamte deutschsprachige Raum abgebildet: Freiburg, Hannover, Mainz, Rostock, Stuttgart, Trossingen; Salzburg, Wien (lediglich KollegInnen aus der Schweiz sowie aus Graz und Bremen konnten diesmal nicht dabei sein). Das IMP war durch Wilfried Aigner vertreten.
Intensive und ins Detail gehende Diskussionen, sowohl zu grundsätzlichen Fragen als auch zu forschungsmethodischen Präzisierungen prägten die Arbeitssessions. Gearbeitet wurde z.B. zum Thema einer ausdifferenzierten und zugleich in konkreten Forschungsprozessen handhabbaren Definition des zentralen Begriffs der „Design Principles“ und dessen Verhältnis zu Begriffen wie „local bzw. middle-range theories“. Ein weiteres Thema war die Frage nach einer spezifisch musikpädagogischen Ausformung von DBR, was Anknüpfungspunkte ebenso wie Abgrenzungen zu DBR-Ansätzen anderer deutschsprachiger AutorInnen und Fachdidaktiken (z.B. im Rahmen des FUNKEN-Kolleg der TU Dortmund) sowie der englischsprachigen DBR-Fachdiskussion erfordert. Besonders interessant und wichtig für den Arbeitskreis ist jeweils die Vorstellung und Diskussion laufender DBR-Vorhaben, um anhand konkreter Problemlagen das gemeinsame Entwicklungsforschungsverständnis und die Schlüssigkeit und Anwendbarkeit der theoretischen Überlegungen zu hinterfragen, und um als critical friends die Forschungsarbeit der Gruppenmitglieder zu unterstützen.

Einige Mitglieder der Arbeitsgruppe nutzten anschließend die Gelegenheit, um am Samstag 17.2. noch den zeitgleich stattfindenden Kongress Musikunterricht & Multimedia 3 an der Landesmusikakademie Niedersachsen in Wolfenbüttel zu besuchen und zum dort integrierten wissenschaftlichen Symposium Beiträge zu liefern. Für das IMP berichtete Wilfried Aigner über das laufende Entwicklungsprojekt VideoMusicNet, das sich damit befasst, inwieweit von SchülerInnen kreierte Videos und online-Games als Informations- und Kommunikationsform des 21. Jahrhunderts im Kontext des schulischen Musikunterrichts genutzt werden können.

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