Berichte

Jun 11
Berichte 10/11

EMp-Wien bei der MERYC-Konferenz

in Helsinki 8. bis 11. Juni 2011


Erstmals und als einzige Österreicher nahmen wir zu zweit (Ruth Schneidewind und Michaela Ulm) als Vertreterinnen des Fachbereichs Elementare Musikpädagogik an der fünften internationalen Konferenz der MERYC, einem „European Network of Music Educators and Researchers of Young Children” in Helsinki teil. Die Konferenz fand an der Metropolia University of Applied Sciences statt, war exzellent organisiert, sowohl fachlich dicht und vielfältig bestückt als auch vom Rahmenprogramm her gelungen. Vorsitzende (Chairs) waren Laura Huhtinen-Hilden (Helsinki/Finnland), die wir bereits von ihrem Besuch unseres Fachbereichs in Wien kannten und Susan Young, die ich bei der Vorbereitung des MeNet-Projekts vor einigen Jahren in Wien kennengelernt habe.

Unterschiedlichste Beiträge erhellten und erweiterten den Blick auf die Anliegen Elementarer Musikpädagogik und deren Verwirklichung mit Fokus auf die Altersgruppe der 0-8-Jährigen. Gespräche und Kontakte mit KollegInnen aus verschiedenen europäischen Ländern brachten nicht nur fachliche, sondern auch persönliche Bereicherung und machten Lust auf weiteren Austausch und auf Möglichkeiten synergetisch gedachter Vernetzung.

Unsere beiden Präsentationen aus Wien: „Elemental Music Making – An open Ended Process” (Ruth Schneidewind) und „Elementary Music Making and Guitar Corses for Preschool Aged Children: Making Music Right from the Start” (Michaela Ulm) erweckten das Interesse des internationalen Fachpublikums am Wiener Ansatz des „Elementaren Musizierens” und die anschließenden Fachdiskussionen bestärkten uns einerseits darin, unsere Charakteristika selbstbewusst zu vertreten und „dranzubleiben”. Darüber hinaus bewirkte die konstruktive Auseinandersetzung mit anderorts entwickelten Besonderheiten des Praxisfeldes und seiner theoretischen Aufarbeitung, diese zu erkennen und für unsere eigene fachliche Weiterentwicklung als Bereicherung beziehungsweise zur bewussten Differenzierung zu nutzen.

Der bereits erschienene Kongressbericht im Umfang von knapp 400 Seiten lädt zur Nachlese ein und ist in unserer Institutsbibliothek verfügbar, kann aber auch bei Laura Huhtinen-Hilden bestellt werden.

Ruth Schneidewind

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