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Berichte 11/12
Curriculum-Revision: Tallinn
Entwicklungen der Musikerziehung in Estland
In praktisch allen europäischen Ländern werden derzeit die Studienpläne überarbeitet – auch diejenigen für die Musiklehrerbildung. Ein entscheidender Paradigmenwechsel ist mit den Begriffen „Output“ oder „Outcomes“ verbunden: Statt primär zu entscheiden, was den Studierenden in ihrer Ausbildung angeboten werden sollte („Input“), wird zunächst versucht zu beschreiben, über welche Kompetenzen werdende LehrerInnen im Fach Musik im Hinblick auf den Berufsalltag in der Schule verfügen sollten. Von diesen als notwendig erachteten Fertigkeiten und Fähigkeiten aus, also aus der Perspektive der „Lernergebnisse“ des Studiums („Learning Outcomes“), sind dann die Studienpläne zu konzipieren.
Vom 13. bis 15. Oktober 2011 fand an der Musikhochschule in Tallinn, der Hauptstadt Estlands, eine Tagung zu diesen Fragestellungen statt. Das Thema lautete „Estonian Music Education in the Context of Europe and the World“. Zu den zahlreichen Referentinnen und Referenten zählte Franz Niermann, der speziell in den Rollen des früheren Präsidenten der „European Association for Music in Schools (EAS)“ und des „Board of Directors“ der „International Society for Music Education (ISME)“ eingeladen worden war. In seinem Beitrag ging es um die im Rahmen des EU-Netzwerks „music education Network“ ausgearbeiteten „meNet Learning Outcomes in Music Teacher Training“.
Es ist beeindruckend, wie sich die überaus hoch entwickelte Musikerziehung in Estland selbständig und selbstbewusst und gleichzeitig im Kontext der europaweiten Prozesse verändert.
Franz Niermann


