Berichte

Mai 18
Berichte 17/18

3. Inklusives Soundfestival

Barock – Klassik - Volxmusik


Alle drei Jahre veranstalten das Institut für musikpädagogische Forschung, Musikdidaktik und Elementgares Musizieren gemeinsam mit dem Institut für Musik- und Bewegungs-Pädagogik / Rhythmik sowie Musikphysiologie und der Musikschule Wien ein Inklusives Soundfestival, so, wie es Robert Wagner an seiner Fürther Musikschule erfand. 

Es ist eine gemeinsame Musizierplattform für Menschen mit und ohne Behinderung. In diesem Jahr hatten wir (Beate Hennenberg, Michael Weber, Helga Zugasti) fünf inklusive Ensembles eingeladen, um unter Profibedingungen und auf Augenhöhe barocke und klassische Werke, Choräle und Volxmusik zu präsentieren. Am Samstag, den 26. Mai 2018, traten im Clara Schumann-Saal fünf solche musizierende Ensemble, Chöre und Formationen auf. 

Zu Beginn spielte Mundwerk - die besondere Band - unter Leitung von Christian Reiss und Andreas Nistelberger traditionelle, steirische Volksmusik, also Walzer und Polkas wie auch Internationales: Scarborough Fair, Amazing Grace, Down by the Sally Gardens und Manvalsen. Wir hatten Glück, dass sie innerhalb der 70 Auftritte pro Jahr, die sie absolvieren, auch einmal am Webernplatz auftreten konnten. 

Danach trat LEO auf, die Band der Inklusiven Leopoldschule in Kooperation mit der Musikschule Wien unter Leitung von Jürgen Jagfeld und Kathrin Hofkofler. Sie interpretierten etwa Songs von Luis Fonsi feat. Daddy Yankee, Hubert von Goisern, traditionelle Songs der Roma wie auch jiddische und ungarische Volksmusik. 

Dann spielten Invita Trumpets and Friends unter Leitung von Thomas Diesenberger. Das zehnköpfige Ensemble begann mit einem Canon von Michael Praetorius, es folgten eine Pavana von Antonio de Cabazon und Michael Francks Da Pacem sowie weitere Instrumentalwerke. 

Es schloss sich das Doppelchorensemble Thonkunst unter der musikalischen Leitung von Helmar Leipold und Jana Hellem an; das Ensemble sang Thomas Morlays Sing We And Chant It, Ludwig Senfls Ach Elslein, liebes Elselein, Adam de la Halle / Rolf Lukowski: Kume, kum Geselle min, John Dowlands Come Again sowie weitere Vokalmusik a cappella. 2014 erhielt das Ensemble den Förderpreis In Takt der miriam Stiftung in Dortmund. 

Beendet hat den gut besuchten Nachmittag das Ensemble Ohrenklang der mdw unter Leitung von Christoph Falschlunger mit drei Songs, darunter Gefangene Gedanken auf einen Text von David Tritscher oder Zeit fliagt schon wieda von Peter Gstöttmaier.

Beate Hennenberg 

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