Berichte

Symposium „Elementares Musizieren“, 15. und 16. Oktober in Mainz,
veranstaltet von der Music Academy for Generations und dem Peter-Cornelius-Konservatorium der Stadt Mainz

In Vorträgen und Workshops umkreiste das Symposium das Phänomen des Elementaren Musizierens in hirnphysiologischer, unterrichtspraktischer, ästhetischer und schulorganisatorischer Hinsicht – es galt Antworten auf Fragen zu gewinnen wie:

  • Ausflucht ins Elementare angesichts der Zumutungen der Schulwirklichkeit?
  • Besinnung auf elementares Musizieren unter den Bedingungen der Ganztagsschule?
  • Wie muss eine Elementare Musikpädagogik aussehen, die wirklich das musikalische Lernen in den Mittelpunkt stellt?
  • Wie baut Musizieren das Gehirn um?
  • Wie schützt man das Elementare vor dem Missverständnis, es sei anfängerhaft, vorbereitend und simpel (Workshop Peter Röbke)?

Im Vorfeld des Symposiums war ein Wettbewerb für Elementares Musizieren ausgeschrieben worden, der die erstaunliche Zahl von 56 Einsendungen bescherte und beeindruckend zeigte, dass die Elementare Musikpädagogik nicht nur neue Zielgruppen erreicht, sondern mehr und mehr die Instrumental- und Musikpädagogik auf allen Ebenen beeinflusst.

Um der Breite dieses Aufgabenspektrums gerecht zu werden, kürte die fünfköpfige Jury (Eckhard Altenmüller/Hannover, Wilfried Gruhn/Freiburg, Werner Jank/Mannheim, Peter Röbke/Wien, Wolfhagen Sobierey/Hamburg) fünf gleichrangige Preisträger:

Ulrike Kranefeld/Dortmund für ein Projekt zu Klavierimprovisation nach Postkartenbildern Franz Marcs („Botschaften an den Prinzen Jussuf),
Martin Widmaier/Mainz für elementare klavierpädagogische Wege,
Claudia Meyer und Bernhard Selbach/Köln für ein Multi-Media-Projekt mit Volksschülern und Studenten („AZURE – Die Zeitmaschine),
Juliane Neu/Brigachtal für ein Projekt zur Ensemblearbeit mit behinderten Menschen sowie
Marianne Steffen-Wittek/Weimar für ihren Beitrag „Elementare Musikpädagogik mit älteren Menschen“.

Die Präsentation der Beiträge der Wettbewerbssieger schloss das Symposium ab.

 

Peter Röbke

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