Berichte

Orchester Ex Tempore
Bericht über ein ungewöhnliches Ensemble


Das OET entstand aus einer eigenen Initiative von Musikerinnen und Musikern, die an der Universität für Musik und darstellende Kunst studieren und in einem größeren Klangkörper mitwirken wollten. Michael Wahlmüller wurde mit der künstlerischen Leitung betraut und Stefan Walker übernahm die organisatorische Leitung.

Im Orchester selbst spielen Studierende der Studienrichtungen Instrumental- und Gesangspädagogik, Musikerziehung und Konzertfach mit. Die Aufgaben der Planung und Programmgestaltung der Projekte teilt sich ein siebenköpfiges Team (Orchestervorstand).

Erstmals trat das Orchester im Herbst 2003 gemeinsam mit der Tanzschule Elmayer anlässlich der Neueröffnung des Hotels „Le Meridien“ an die Öffentlichkeit.
Weitere Projekte folgten: Ein Weihnachtskonzert im Gemeindesaal der Salvatorkirche, ein Frühjahrskonzert unter dem Motto „Zeitensprünge“ im Yamaha-Saal.


Die Projekte dieses Studienjahrs:

Am 18.März fand im Prunkstall des Unteren Belvederes eine „Baroque Gala“ aus Anlass des zehnjährigen Bestehens des akademischen CEEPUS Austauschprogramms statt. Gemeinsam mit Frau Dr. Margit Legler (sie unterrichtet Historischen Tanz am Institut für Gesang und Musiktheater), die für die Choreographie einiger Musikstücke verantwortlich war und ebenfalls mitwirkte, sorgte das Orchester für die festliche Ausgestaltung dieser Jubiläumsveranstaltung.

Zum Entrée des Ministres erklang das Prélude aus Charpentiers Te Deum. Nach dem Prélude in C-pus von Stefan Walker folgte der „Marche pour la Cérémonie turque“ aus „Le Bourgeois Gentilhomme“ von Jean-Baptiste Lully. Der zweite Teil begann mit „Vier Polonaisen aus dem Notenbüchlein für Anna Magdalena“ von Johann Sebastian Bach. Weitere Programmpunkte waren zwei Menuette aus der „Feuerwerksmusik“ von Georg Friedrich Händel, eine Gavotte und eine Loure von Lully, eine Sarabande aus der Oper „Rinaldo“ von Händel und zuletzt von W.A.Mozart „Sechs deutsche Tänze“ (KV 600), hier waren die geladenen Gäste sowie die anwesenden Minister zum Mittanzen aufgefordert.

Das Frühjahrskonzert des OET am 13. April fand diesmal im Festsaal des Bezirksamts Alsergrund statt. Auf dem Programm standen gemäß dem Motto „Tanz durch die Zeiten“ barocke und klassische Tänze sowie zeitgenössische Werke mit spürbarer Nähe zum Tanz. Der Solopart von Michael Wahlmüllers viersätzigem Konzert für Violoncello und Kammerorchester wurde von Raimund Seidl bravourös gemeistert. Zum Abschluss des Konzertabends präsentierte das Orchester wieder eine interessante Uraufführung – das Orchesterstück „Caementum symphoniacum“ der jungen Komponistin Katharina Kreuz.

 

Stefan Walker

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