Berichte

Workshop des neuen Education departments des Bruckner Orchesters Linz in Wien,

Konzerthaus Wien, 20. 10. 2002

Die Tatsache, dass in der klassischen Konzertpräsentation nicht mehr alles von selbst läuft, dürfte kein Geheimnis mehr sein. Abseits der wenigen traditionell gut gefüllten Konzerthäuser bleiben Sitzplätze leer. Auch die Konzerte der Musikschulen könnten passender ausgewählt und letztlich besser besucht sein. Die "ernste Musik", eigentlich das Hauptbetätigungsfeld von OrchestermusikerInnen und von MusikpädagogInnen, "wird in der breiten Öffentlichkeit", so Albert Landertinger, seit bald 20 Jahren Mitglied des Bruckner Orchesters Linz, "nur noch als elitäre und damit gewissermaßen unerschwingliche Angelegenheit angesehen".

Und das, "obwohl die Programme, die gespielt werden, wirklich zu begeistern vermögen, berühren und einen wunderschönen Abend vermitteln könnten".
Aus diesem Grund hat der Arbeitsbereich Instrumental- und Gesangspädagogik des Instituts für Musikpädagogik seit einem Jahr ein Seminar installiert, das auf neue Wege der Musikvermittlung, deren es immer mehr anscheinend bedarf, aufmerksam machen will (Univ.-Prof. Dr. Peter Röbke; Univ.-Ass. Dr. Beate Hennenberg).
Es traf sich gut, dass das Bruckner Orchester Linz, das erst seit wenigen Wochen als eines der ersten kontinentaleuropäischen Orchester ein Education Department gründete, einige Tage vor seinem Konzert in Wien in Zusammenarbeit mit der Jeunesse einen einschlägigen Workshop anbot.

Inhalte

  • Körperpercussion
     
  • Nachzeichnen von musikalischen Ereignissen mittels einzelner Soloinstrumente wie Violine, Oboe, Posaune
     
  • Erarbeiten von Melodie- und Rhythmus-Patterns
     
  • Ältere und jüngere Konzertbesucher (Laien, Studierende und Profis) musizieren gemeinsam

Fazit
Obwohl ein abgerundetes klangliches Ergebnis zustande kam, gibt es in Hinblick auf die Vermittlungsqualitäten sehr wohl Handlungsbedarf.

Beate Hennenberg

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