Berichte

1. CEEPUS-Tagung in Tschechien

Bericht über die erste CEEPUS-Tagung der Koordinatoren und Partner in Brünn und Chikhaj vom 21. bis 24.Oktober 2002.

1. Das CEEPUS-Programm
2. Tagungsbericht

1. Das CEEPUS-Programm

Allgemeines
CEEPUS ist die Abkürzung für ein interuniversitäres Austauschprogramm für Studenten und Hochschullehrer, sie bedeutet "Central European Exchange Programm of University Studies". Ziel dieses Programms ist es, im Rahmen von jährlich zu verlängernden Netzwerken, die akademische Mobilität durch die Vergabe von Stipendien zu fördern. Eine wesentliche Voraussetzung hierfür ist die gegenseitige Anerkennung der im Gastland absolvierten Studien.

Musikpädagogisches Netzwerk
Das Institut für Musikpädagogik Wien partizipiert an einem Netzwerk mit den musikpädagogischen Fakultäten an den Universitäten in Brünn (Tschechien), Presov (Slowakei) und Szeged (Ungarn).

Aktivitäten im Studienjahr 2002/03

  • Je ein Studierender aus unseren drei Partner-Universitäten wird im kommenden Sommersemester für zwei Monate an unserem Institut studieren.

  • Außerdem werden zwei Professorinnen aus zwei Partner-Universitäten eigene Lehrveranstaltungen am IMP anbieten (s.a. Tagungsbericht).

  • nächste Koordinationstagung: Wien, 12. - 13.Mai, unmittelbar nach dem EAS-Kongress.
  • Verhandlungen mit der musikpädagogischen Fakultät an der Universität Krakau (Polen), die ab dem Studienjahr 2003/04 als neues Mitglied in das bestehende Netzwerk aufgenommen werden soll.

2. Tagungsbericht:

Die Tagung begann am Montag, den 21. Oktober an der Abteilung für Musikerziehung im Haus der Fakultät für Erziehungswissenschaft. Nach einer interessanten Stadtführung eröffnete am frühen Abend der Dekan der erziehungswissenschaftlichen Fakultät die erste CEEPUS-Arbeitssitzung und wünschte den geplanten Vorhaben nachhaltigen Erfolg.

In herzlicher Gesprächsatmosphäre wurden an diesem Abend und den folgenden Tagen Voraussetzungen, Rahmenbedingungen und konkrete und mögliche Vorhaben erörtert.

Ab 22.10. verlagerten sich die CEEPUS-Sitzungen, eine gute Autobusstunde weiter nordöstlich in die ländliche Abgeschiedenheit von Cikhaj, wo die Universität Brno ein eigenes Tagungsheim unterhält. Dort fand zur selben Zeit die Konferenz "Musica viva in schola" statt, die von der Abteilung Musikpädagogik der erziehungswissen-schaftlichen Fakultät initiiert wurde und in deren organisatorische Betreuung die CEEPUS-Tagung eingebettet war.

Der erste Schritt der CEEPUS-Partner war, festzustellen, welche Ähnlichkeiten und Unterschiede im Schulsystem und im Studium der Musikerziehung zwischen den am Netzwerk beteiligten Ländern bestehen.

Nach der Besichtigung des sehr beeindruckenden Klosters Zd'ar nad Sazavou nahm die Organisation der akademischen Mobilität für dieses Studienjahre die übrige Zeit der Sitzungen in Anspruch.

Akademische Mobilität
Im kommenden Sommersemester werden folgende Studierende einen zwei Monate dauernden Studienaufenthalt (April - Mai) an unserem Institut absolvieren:

Anita Wilhelm (Szeged)
Svatava Pitzknerova (Brno)
Dasa Eperjesiova (Presov)

Als Studentin unseres Instituts hat Lies-Marie Hindler ein dreimonatiges Stipendium für die Universität Presov bekommen.

Ein zweimonatiges Stipendium für den Studienort Szeged ist noch zu vergeben.

Zwei Professorinnen aus den Netzwerk-Partner-Universitäten werden an unserem Institut Lehrveranstaltungen abhalten:

Dr. Tatiana Pirnikova (15.1. - 15.2.2003, aus Presov)
Doc. Dr. Blanka Knopova (28.4. - 28.5.2003, aus Brno)

Als Lehrender unseres Instituts wird VAss. Mag. Stefan Walker einen Monat (Februar 2003) in Presov unterrichten.

Dank der wirklich hervorragenden und bewundernswerten Sprachkenntnisse der Kolleginnen aus unseren östlichen Nachbarländern konnte während der ganzen Tagung die Verständigung auf Deutsch erfolgen.

Zuletzt sei der Hoffnung Ausdruck gegeben, dass möglichst viele Studierende die Chance nutzen wollen, Land und Leute, das Bildungswesen und die Musikkultur eines unserer östlichen Nachbarländer kennen zu lernen. Auf diese Weise bieten sich vielfältige Möglichkeiten:

  • Kontakte zu knüpfen, die über das Private hinaus auch für spätere Aktivitäten im Berufsleben von großem Wert sein können.

  • mit Studienkolleginnen und Studienkollegen gemeinsame künstlerische und pädagogische Aktivitäten zu planen und durchzuführen, usw...

Stefan Walker

 





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