EMp-Symposion »Von den Quellen zum Mehr«

Symposion »Von den Quellen zum Mehr – Musizieren in der Elementaren Musikpädagogik«

miteinander musizieren, reflektieren, feiern

 

Vom 4. bis 6. Dezember 2009 fand an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien am Anton-von-Webern-Platz das Symposion »Von den Quellen zum Mehr« statt. Veranstaltet wurde es vom Institut für Musikpädagogik, Fachbereich Elementare Musikpädagogik. Eine lange Vorbereitungs- und Planungsphase des Wiener EMp-Teams[1] und die große inhaltliche und organisatorische Unterstützung des stellvertretenden Institutsvorstands Dr. Peter Röbke in Vorbereitung und Durchführung brachten ein bemerkenswertes Ergebnis:

 

Eine durchkomponierte Veranstaltung mit dem Ansatz, die Grundsätze und Besonderheiten der EMp auch in der Durchführung des Symposions in den Mittelpunkt zu stellen und zur Methode werden zu lassen. So wurden die rund 90 Teilnehmer und Teilnehmerinnen, die aus Österreich, Deutschland, der Schweiz und Italien angereist waren, eingeladen, „Musizierreisen” zu besuchen, in denen der musikalische Prozess und dessen Erforschung und Reflexion im Zentrum standen. Es waren dies also Erkundungstouren im Feld des Elementaren Musizierens mit unterschiedlichen Ausgangspunkten, Expeditionen ins Unbekannte mit variablen Zielorten, die oft erst auf der Forschungsreise entstanden. Jede Reise wurde von TeilnehmerInnen und „ReiseleiterInnen” mit wechselnden Methoden reflektiert. In den Reflexionsphasen trugen die Kolleginnen und Kollegen vom IMP aus den Bereichen AMP und IGP zum Gelingen bei.

Ergänzt wurden diese 11 Reisen durch zwei Workshops (Percussion, Voice & Impro).

 

Folgende Vorträge machten die theoretische Fundierung des Elementaren Musizierens deutlich und untermauerten die Prozesse und Resultate der Musizierreisen:

     „Was heißt eigentlich professionelles Unterrichten in der EMp?” (Peter Röbke),

     „Das Kreative Feld” (Olaf-Axel Burow) und

     „Elementares Musizieren: Von der Quelle zum Klang der Musik” (Ruth Schneidewind).

 

Auch das Rahmenprogramm war Teil des Konzepts und schuf Orte der Begegnung, des gemeinsamen Staunens, Lachens, Feierns, Tanzens. Die Abendveranstaltung „Interette – die intergalaktische Operette” überzeugte durch die Spontaneität und Virtuosität der MusikerInnen und SchauspielerInnen des urtheAters (Harald Huber, Ingrid Oberkanins, Henriette Konschill-Schwesig u.a.). Die Tanzband Elektro Guzzi ermöglichte am zweiten Abend zu interessanten Sounds so richtig abzutanzen. Eine hochkarätig besetzte Podiumsdiskussion unter der Leitung von Bianka Wüstehube beschäftige sich mit dem uns allen bekannten Thema „Und was haben wir jetzt eigentlich gelernt?” und beleuchtete die möglichen Resultate des Elementaren Musizierens. Die Bigband der Musik- und Singschule Wien (Leitung Tibor Kövesdi) rundete die Veranstaltung hervorragend ab und bot einen fröhlichen und fetzigen Ausklang.

 

Durch die Verdichtung der musikalischen, gedanklichen, fachlichen  und persönlichen Momente im Rahmen des Symposions entstanden vielschichtige positive Energien, die sowohl TeilnehmerInnen als auch VeranstalterInnen mit in ihren beruflichen Alltag nehmen und langfristig davon profitieren können.

 

Details über die Reisen, Workshops und Vorträge sowie Einblicke in reflective research der ReiseleiterInnen bzw. Reflexionen von TeilnehmerInnen sind in der Frühjahrsausgabe der Zeitschrift „Üben und Musizieren” (Heft 2/2010, Schott Verlag) zu finden, die ein ganzes Heft dem Symposion widmet. Eine Fotogalerie mit eindrucksvollen Bildern können Interessierte auf der Website http://picasaweb.google.com/emp.wien/EMPSymposionVonDenQuellenZumMehr# besuchen.

 

Christina Kanitz-Pock

 


[1] Johann Bucher, Carola Caye, Michaela Cutka, Gabriele Holzreiter, Christina Kanitz-Pock, Veronika Kinsky, Veronika Mandl, Ingrid Oberkanins, Eva Pretsch, Monika Plomer-Breitschopf, Mario Smetana, Ruth Schneidewind, Michaela Ulm sowie als Gastreferentin Agnes Haider

 

 

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