AGMÖ-Kongress 2009 in Feldkirch

9. Internationaler AGMÖ Kongress 2009

 

Vom 15. - 18. Oktober 2009 fand in Feldkirch (Vorarlberg) unter dem Thema "Musikpädagogik im Herzen Europas - Wir sind ganz Ohr" der 9. Bundeskongress der Arbeitsgemeinschaft der Musikerzieher Österreichs statt. Die länderübergreifend organisierte Veranstaltung war gleichzeitig der 10. Landeskongress der Musikpädagogik Baden-Württemberg, und sowohl seitens der Referenten als auch unter den Teilnehmern fanden sich zahlreiche Kollegen und Kolleginnen aus Deutschland, der Schweiz und Liechtenstein.

Das vielfältige und bunte Programmangebot wurde von ca. 900 TeilnehmerInnen genutzt. Der Andrang bei den durchwegs hochinteressanten Workshops und praxisorientierten Kursen war groß, während die eher reflexiv orientierten Veranstaltungen meist im kleinen Kreis blieben.

Zahlreiche Präsentationen und Meeting Points boten interessante Einblicke in die unterschiedliche Situation in den verschiedenen Bundesländern bzw. bei den deutschen und Schweizer Nachbarn, etwa in Bezug auf die Musiklehrerausbildung oder den Stand der Umsetzung des Bologna-Prozesses.

Begeistern konnten auch zahlreiche Beiträge im Rahmenprogramm, so etwa das großartige Jugend-Sinfonieorchester Vorarlberg unter Guntram Simma und der von Oskar Egele geleitete Kinderchor „Pizzicanto“ beim Festakt im Montforthaus, ebenso einige der Vorarlberger (Big-)Bands beim Preisträgerkonzert „Jazz und Rock im Alten Hallenbad“.


Für das IMP waren zahlreiche MitarbeiterInnen aktiv und passiv beteiligt. Peter Röbke hielt eines der beiden Kongress-Hauptreferate zum Thema „Räume und Zeiten des Musiklernens“. Isolde Malmberg und Franz Niermann präsentierten das soeben abgeschlossene MeNet-Projekt und informierten über die internationale musikpädagogische Vernetzungsarbeit von EAS und ISME. Margit Painsi (auch AGMÖ-Vorstandsmitglied), Wilfried Aigner, Brigitte Lion und Johannes Steiner beteiligten sich sowohl als interessierte Zuhörer als auch mit inhaltlichen Beiträgen an diversen Workshops, Foren und Präsentationen. Ruth Schneidewind vertrat den Fachbereich EMp (s.u.).
Eine Vielzahl an Vorträgen wurde auf Audio-CD aufgenommen, ein Blick auf die Kongress-Homepage könnte sich daher in nächster Zeit lohnen.

Wilfried Aigner

 


Ein weiterer Bericht von Ruth Schneidewind

„Vom Anfängergeist beim Elementaren Musizieren” lautete der Titel des Vortrags, mit dem ich einen Beitrag zum 9. Bundeskongress der AGMÖ leisten durfte. Gemeinsam mit  Manuela Widmer, Renate Pöchheim u.a. nahm ich auch teil an einer Podiumsdiskussion zur Elementaren Musikpädagogik zum Thema „Musik von Anfang an” (Leitung Antonia Bott). Somit konnte ich unseren Fachbereich EMp-Wien gleich zweifach vertreten.

Der Kongress richtete sich an unterschiedliche Zielgruppen und bot dementsprechend sehr viele Parallelveranstaltungen an. Leider waren zur genau gleichen Zeit meines Vortrags auch andere für die Elementare Musikpädagogik besonders interessante und nicht mehrfach angebotenen Veranstaltungen – das Problem, sich nicht zerteilen zu können, traf sicher die meisten EMP-KollegInnen, die am Kongress teilnahmen. Michael Dartsch hielt einen Vortrag zur Didaktik der Musikalischen Früherziehung, Shirley Salmon und Ulrike Stelzhammer-Reichhardt gaben einen Workshop „Hören–Spüren–Spielen” zur musikalischen Arbeit mit hörbeeinträchtigten Kindern und Peter Cubasch musizierte in seinem Workshop mit Klangbausteinen zum Thema „Zaubertöne, welche die Ohren öffnen”.

Insgesamt gab es aber gute Gesprächszeiten dazwischen, und dieser informelle fachbezogene und auch persönliche Austausch ist neben der beruflichen Fortbildung ein mindestens ebenso wichtiger Grund um an solchen Veranstaltungen teilzunehmen. Danke der AGMÖ für diesen großen und rundum interessanten Kongress und danke dem besonderen Engagement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem Ländle, die zum Gelingen der Veranstaltung wesentlich beitrugen.

Ruth Schneidewind

 

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